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Traumberuf Tierarzt - Beruf mit Zukunft?

Landtierärzte werden neuerdings wieder vermehrt gesucht
Landtierärzte werden neuerdings wieder vermehrt gesucht
Viele Mädchen träumen davon, später einmal Tierärztin zu werden. Den ganzen Tag mit Tieren schmusen - schöne heile Welt. Doch ist der Beruf wirklich so und kann man davon leben?

Tierarzt ist ein schöner Beruf, aber....

  • Die Tiermedizin ist ein interessantes und schönes Fach. Es wird nie langweilig, man arbeitet mit vielen Menschen und Tieren, und es macht Spaß, Tieren zu helfen. Das Spektrum innerhalb der Tiermedizin ist groß und reicht von der Arbeit in der Praxis über die Lebensmittelindustrie bis zur Tätigkeit in Ämtern und Laboren. Viele Jugendliche, die diesen Berufswunsch haben, sehen jedoch oft nur die Arbeit in Pferde- und Kleintierpraxen.
  • Tierärzte arbeiten auch in der Pharmaindustrie, z. B. in Tierversuchslaboren, auf Schlachthöfen, in Ämtern, in der Lebensmittelindustrie und an Universitäten. Das sind die Berufsfelder, in die eigentlich niemand so gerne möchte. Der Arbeitsmarkt der Tierärzte in den Praxen ist jedoch hart umkämpft. Die Assisstentenstellen sind rar und vielfach schlecht bezahlt. Es gibt Gehälter, die die 2000 Euro im Monat brutto oft nicht überschreiten oder sogar darunter liegen. Die Wochenarbeitszeit liegt oft dank Not- und Nachtdiensten bei 60 Stunden oder sogar darüber. Natürlich gibt es auch faire Arbeitszeiten bei fairer Bezahlung, das ist aber leider nicht die Regel.
  • Weil das Arbeitsangebot für die vielen Studenten, die Jahr für Jahr die Universitäten als Tierärzte verlassen, nicht reicht oder unattraktiv ist, machen sich viele Tierärzte schnell selbständig - in kleinen Praxen. Diese kleinen Praxen können oft nicht viel erwirtschaften, zumal die nächste Praxis meist im näheren Umkreis zu finden ist. Das Konkurrenzdenken ist groß, weil jede Praxis überleben möchte.

So hat die Tiermedizin Zukunft

  • Wenn Sie Tiermedizin studieren möchten, sollten Sie sich im Vorfeld über einiges klar sein, damit Sie nicht wertvolle Zeit verschenken. Das Studium ist interessant, aber auch lang und hart. Erfahrungsgemäß brechen 30-50 % das Studium in den ersten Semestern ab. Sie schaffen es einfach nicht. Es ist ein Vollzeitstudium mit Anwesenheitspflicht in vielen Kursen. Semesterferien gibt es nicht. In der vorlesungsfreien Zeit liegen die Prüfungen - jedes Jahr im Sommer zwei bis drei Monate - oder es werden Praktika gemacht. In der Vorlesungszeit müssen Kurse, Vorlesungen und Dienste in den Kliniken absolviert werden. Die Prüfungen bis zum klinischen Teil sind so konzipiert, dass viele Studenten nicht bestehen. Nach dem dritten missglückten Versuch in einem Fach ist das Studium beendet und kann in Deutschland auch nicht mehr aufgenommen werden.
  • Wenn Sie das Studium hinter sich gebracht haben und bereit sind, ein anderes Berufsfeld als das des praktischen Tierarztes zu ergreifen, eröffnen sich in der Tiermedizin gute Möglichkeiten. In der Industrie werden immer Tierärzte gesucht. Auch der "Landtierarzt", der Nutztiere behandelt, wird neuerdings wieder gesucht, da viele Tierärzte nicht mehr 24 Stunden am Tag rund ums Jahr im Dienst sein und irgendwo in der Einöde leben möchten.

Fazit: Überlegen Sie gut, ob Sie Tiermedizin studieren möchten. Es ist ein schöner und spannender Beruf, aber die Berufsaussichten und die Verdienstmöglichkeiten sind leider nicht immer attraktiv. Machen Sie erstmal ein Praktikum, um festzustellen, ob Ihnen dieser Beruf liegt und sprechen Sie mit Tierärzten über deren Erfahrungen.

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