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Beurteilung schreiben - so setzen Sie die Wertung sprachlich um

Beurteilungen begleiten den Arbeitnehmer durch sein weiteres Berufsleben.
Beurteilungen begleiten den Arbeitnehmer durch sein weiteres Berufsleben.
Jeder Arbeitnehmer fordert am Ende seines Arbeitsverhältnisses eine wohlwollende Beurteilung. Eine Beurteilung zu schreiben, die der Leistung des Arbeitnehmers gerecht wird, ist ganz einfach zu lernen. Beurteilungen sind immer gleich aufgebaut und für die Einschätzung der Leistung Ihres Arbeitnehmers gibt es spezielle Formulierungen, mit denen Sie die individuelle Wertung sprachlich umsetzen können. Sie geben Ihrem Arbeitnehmer eine Expertise mit auf den Weg, die ihn seinen zukünftigen Arbeitgebern empfiehlt.

Was Sie benötigen

  • Gutes Beurteilungsvermögen
  • Geduld
  • Übersicht über die Tätigkeiten, die Ihr Arbeitnehmer ausgeübt hat
  • Feedback von Kollegen und den Vorgesetzten Ihres Arbeitnehmers
  • Wenn Sie beginnen eine Beurteilung zu schreiben, achten Sie auf den Gesamteindruck, den Sie erwecken wollen. Es kommt nicht auf einzelne Worte an, sondern auf das Gefühl, dass die Beurteilung beim Leser hinterlässt.  
  • Legen Sie sich erst einmal eine Tabelle an, in der Sie Ihrem Arbeitnehmer für die Leistungsbereitschaft, das Fachwissen, den Arbeitsstil, die Weiterbildungsbereitschaft, das Sozialverhalten und gegebenenfalls sein Führungsverhalten Noten von sehr gut bis ungenügend geben. Diese Liste hilft Ihnen bei der Wertung und ermöglicht Ihnen wirklich bei jeder einzelnen Beurteilung dieselben Dinge zu bewerten. So bleiben Sie fair und wohlwollend.  

So schreiben Sie eine Beurteilung

Die Noten setzen Sie nun sprachlich um, indem Sie Temporaladverbien und Steigerungsformen benutzen. Das geht ganz einfach.

  • Nutzen Sie ein Temporaladverb und eine Steigerungsform steht dies für die Note „sehr gut“. Beispiele: stets sehr erfolgreich, immer höchst ergebnisorientiert.
  • Die Note „gut“ drücken Sie sprachlich aus, indem Sie entweder ein Temporaladverb oder eine Steigerungsform nutzen. Beispiele: allzeit motiviert, immer ergebnisorientiert, stets erfolgreich.
  • Fanden Sie die Leistung Ihres Arbeitnehmers dagegen „befriedigend“ drücken Sie dies mit bloßen Adverbien aus. Beispiele: motiviert, ergebnisorientiert, erfolgreich.
  • Waren Sie mit der Leistung des Arbeitnehmer nicht zufrieden, weil sie nur ausreichend waren, formulieren Sie dies wie folgt; Beispiele: stets angemessen, zufriedenstellend.
  • Die schlechteste Expertise, mangelhaft und ungenügend geht aus der Formulierung „entsprach den Anforderungen“ hervor.

Nehmen Sie sich Zeit für die Beurteilung Ihres Arbeitnehmers. Er hat ein Recht auf ein wohlwollendes Arbeitszeugnis. Hinterfragen Sie Ihre Wahrnehmung kritisch und bedenken Ihr eigenes Führungsverhalten bei der Einschätzung der Leistung Ihres Arbeitnehmers. Falls Sie nicht sicher sind, ob Ihre Einschätzung zutreffend ist, holen Sie sich ein Feedback von den Kollegen, mit denen Ihr Arbeitnehmer eng zusammengearbeitet hat, vielleicht bestätigen seine Vorgesetzten Ihr eigenes Bauchgefühl.   

Es gibt im Internet zahlreiche Hilfsprogramme, mit denen Sie standardisierte Beurteilungen ausstellen können. Ziehen Sie diese Hilfe ruhig heran, wenn Sie unsicher sind. Ihre Beurteilung des Arbeitnehmers fügen Sie noch ergänzend hinzu.

helpster.de Autor:in
Britta Jones
Britta JonesDie erfahrene Juristin Britta interessiert sich für Beruf & Karriere. In ihren Artikeln teilt sie ihre Erfahrungen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen. In Sachen Geld steht sie unseren Lesern mit Rat zur Seite.
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