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Blutuntersuchung bei Borreliose - Wissenswertes zur Borreliose

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Eine Blutuntersuchung überführt die Borreliose übertragende Zecke.
Eine Blutuntersuchung überführt die Borreliose übertragende Zecke. © Kurt_Michel / Pixelio
Abgeschlagenheit, unerklärliches Fieber und Konzentrationsschwäche sind nur einige von vielen möglichen Symptomen der Borreliose, die meist nur anhand einer gezielten Blutuntersuchung vom Arzt erkannt wird. Viele Betroffene wissen meist gar nicht, warum es Ihnen nicht gut geht und dass als Grund eine mit Borrelien verseuchte Zecke in der Vergangenheit daran schuld ist.

Welche Blutuntersuchung ist notwendig?

  • Besonders in den Sommermonaten ist die Gefahr, sich über den Biss einer Zecke mit der gefürchteten Borreliose anzustecken, sehr groß. Immerhin führen fast 60 Prozent der Zeckenbisse zu dieser Erkrankung, die durch ihr breites Spektrum an Symptomen nur über eine Blutuntersuchung gesichert werden kann. Es sei denn, die Zecke steckt noch in Ihrem Körper fest und hat bereits Borrelien in die Blutbahn eingebracht.
  • Die vollständige Entfernung einer Zecke hat dadurch oberste Priorität. Wenn Sie die Zecke nicht selbst entfernen können oder eine kreisförmige Hautrötung um einen schwarzen Punkt an Ihnen entdecken, ist es wichtig, umgehend den Arzt aufzusuchen.
  • Ihr Arzt wird Sie erst einmal gründlich körperlich untersuchen, eventuell die Zecke entfernen und anschließend eine Untersuchung Ihres Blutes vornehmen.
  • Bei der Blutuntersuchung werden die Entzündungswerte untersucht. Das sind der CRP (C-reaktives Protein), die Blutsenkung und das Blutbild.
  • Ebenfalls wird nach bestimmten Antikörpern gesucht, die auf die Borrelioseerreger reagieren. Es werden dabei zwei Antikörper unterschieden. Das eine ist der IgM-Antikörper, welcher bereits frühzeitig erhöht ist und das andere der IgG-Antikörper, welcher lebenslang als Nachweis eines Borrelienkontaktes im Blut positiv reagiert.
  • In seltenen Fällen schafft eine zusätzliche Untersuchung des Liquors (Nervenwasser) Klarheit über eine mögliche Borreliose.

Borreliose, eine Erkrankung mit vielen Gesichtern

  • Viele Menschen suchen ihren Arzt wegen verschiedener Symptome auf die ihnen selbst unerklärlich erscheinen. Das reicht von Halsschmerzen ohne eine Spur von weiteren Erkältungszeichen über Gelenkschmerzen bis hin zu unerklärlichen Fieberschüben.
  • Die Liste der möglichen Symptome ist ebenso lang wie die Dauer der zurückliegen frischen Infektion mit Borrelien. Selbst eine Zecke, die Sie als Kind unbemerkt am Körper trugen, kann noch Jahre später zum Beispiel zu schmerzenden und entzündeten Gelenken führen.
  • Ihr Arzt ist über die Untersuchung des IgG-Antikörpers im Blut auch Jahre später zusammen mit den Symptomen in der Lage eine durchgemachte Borreliose feststellen.
  • Es ist daher wichtig, sich in der Zeit, in der die Zecken besonders aktiv sind, gut zu schützen und bei einem Zeckenbiss umgehend den Arzt aufzusuchen.
  • Ihr Arzt wird je nach dem Befund der Blutuntersuchung eine Therapie mit hoch dosierten Antibiotika beginnen. Diese Therapie wird in den meisten Fällen über eine Infusion direkt über die Vene ins Blut verabreicht.
  • Bei später erkannter Borreliose entscheidet Ihr Arzt an Hand Ihre Symptome und dem Ergebnis der Blutuntersuchung, welche Therapie hilfreich ist.

Wie schützen Sie sich vor Borreliose?

  • Der beste Schutz vor Borreliose ist, sich in den Sommermonaten mit langer, aber luftiger Kleidung zu bekleiden.
  • Meiden Sie und besonders Ihre Kinder hohes Gras und Büsche.
  • Suchen Sie abends sich und Ihre Kinder nach Zecken ab und entfernen diese vollständig vom Körper.
  • Gelingt dies nicht, weil sich die Zecke bereits festgesetzt hat, ist ein Besuch beim Arzt immer die besser Alternative, als die Zecke selbst zu entfernen.
  • Eine unvollständige Entfernung der Zecke erhöht die Gefahr, an Borreliose zu erkranken. Eine Impfung gegen Borrelien ist bisher noch nicht verfügbar.
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