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Dekokamin selber bauen - so geht's

Inhaltsverzeichnis

Auch eine Kaminattrappe verströmt Behaglichkeit.
Auch eine Kaminattrappe verströmt Behaglichkeit.
Ist das Wetter draußen kalt und ungemütlich, zieht man sich am liebsten in die Wohnung zurück und macht es sich vor dem Kamin gemütlich. Wer keinen echten Kamin hat oder einbauen kann, findet es sicher bald vor dem Dekokamin genauso kuschelig und entspannend.

Was Sie benötigen

  • PC mit Internetzugang
  • MFD-Platten
  • Zierleisten
  • Metallwinkel
  • Holzleim
  • Holzdübel
  • Schrauben
  • Werkzeug
  • Ggf. Lack
  • Ggf. Stuck oder Gipsdekorelemente
  • Ggf. Kaminaccessoires, wie Holzkorb, Kaminbesteck und Feuerkorb
  • Ggf. Kerzen

So fertigen Sie Ihren Dekokamin

Ein Dekokamin ist eine Kaminattrappe, in der Sie kein richtiges Feuer entfachen können. Dennoch hat er seinen eignen Charme und verbreitet Gemütlichkeit.

  1. Der Eigenbau Ihres Dekokamins ist wirklich einfach. Die MDF-Platten im Dekor Ihrer Wahl können Sie sich bereits im Bau- oder Holzfachmarkt auf die gewünschten Maße zurechtschneiden lassen.
  2. Sie benötigen zwei gleich große Seitenteile sowie zwei Platten für Boden und obere Abdeckung. Besonders schön sieht es aus, wenn die obere Platte etwas mehr Tiefe als der Korpus hat.
  3. Zusätzlich werden drei Stück MDF-Platten als Blenden verbaut. Sie benötigen zwei gleiche Teile für die Seitenblenden, die der Höhe der Seitenteile abzüglich der Querverblendung entsprechen. Außerdem brauchen Sie die genannte Querverblendung, die der Breite Ihres Dekokamins entspricht. Die Breiten und Stärken der Blenden sind variabel.
  4. Seiten-, Deck- und Bodenplatten werden als Erstes mit Bohrlöchern versehen. Die Löcher werden so angebracht, dass die lotrecht stehenden Seitenteile exakt mit der Außenkante der Boden- und Deckplatte abschließen.
  5. Anschließend werden die vier Teile verleimt und mit Holzdübeln verzapft.
  6. Die Deckplatte wird zusätzlich mit Metallwinkeln von innen an den Seitenteilen verschraubt. Durch die Verblendung ist diese Schraubverbindung später unsichtbar.
  7. Die Seitenblenden werden nun auf die Kanten der Seitenteile von vorne aufgeleimt und von innen mit Metallwinkeln fixiert. Die Querverblendung wird oberhalb der Seitenblenden auf Stoß aufgeleimt und von unten mit der Deckplatte verklebt.
  8. Der Holzleim braucht nun etwas Zeit zum Abbinden. Hierzu sollten Sie die Herstellervorgaben beachten.

Ihre Kaminattrappe – modern oder nostalgisch?

Der Korpus für Ihren Dekokamin ist bereits fertig. Nun geht es an die Gestaltung. Ab jetzt sind alle Möglichkeiten reine Geschmacksache.

  1. Wer es schlicht liebt, kann seinen Dekokamin bereits aufstellen oder die Abdeckplatte mit einer passenden Natursteinplatte, die einfach mit ein paar Tupfern Kleber fixiert wird, veredeln.
  2. Wem das zu schlicht ist, kann Zierleisten anbringen. Hier bieten die drei Blenden Ihnen freien Gestaltungsraum. Zierleisten aus Holz finden Sie als schlichte Profile in unterschiedlichen Breiten, aber auch als aufwendig gestaltete Verzierungen in nostalgischer Schnitzoptik. Die Leisten können einfach passend zugeschnitten und mit Holzleim fixiert werden. Gegebenenfalls ist anschließend noch eine Lackierung notwendig.
  3. Mit diesen Leisten können Sie auch ganz einfach Schnittkanten verdecken.
  4. Noch glamouröser und pompöser wird Ihr Dekokamin, wenn Sie Stuckelemente auf die MDF-Blenden kleben. Hier ist die Auswahl riesig. Sie können Leisten und kleine Konsolen aus Gips anbringen, sodass die Kaminattrappe mehr Volumen bekommt und  wirkt, als würde er von schweren Säulen getragen. Auch Ornamente, Putten, oder andere Gipsfiguren können Sie verwenden, um Ihren Dekokamin ganz individuell zu gestalten.
  5. Größere Gipselemente sollten Sie nicht nur kleben, sondern zusätzlich einen Haken an der Blende anbringen, der das Gewicht abfängt.

Perfekt wird die Kaminoptik, wenn Sie Ihren Dekokamin mit Feuerkorb, Kaminbesteck und etwas Kaminholz dekorieren. Richtig gemütlich wird es, wenn Sie abends mehrere Kerzen auf die Bodenplatte oder in den Feuerkorb stellen. Hierbei müssen Sie allerdings die Hitzeentwicklung beobachten und sollten die Kerzen keinesfalls unbeaufsichtigt brennen lassen.

Viel Spaß an Ihrem ganz individuellen „Kamin“!

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