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Dieselkraftstoff - die Temperatur beim Tanken berücksichtigen

So vermeiden Sie Probleme mit Dieselkraftstoff bei Kälte.
So vermeiden Sie Probleme mit Dieselkraftstoff bei Kälte. © RainerSturm / Pixelio
Dieselfahrer sollten wissen, dass bei Dieselkraftstoff die Temperatur wichtig ist. Das sollten Sie besonders beachten, wenn Sie ein Fahrzeug nur selten nutzen und nur gelegentlich tanken oder in kalte Regionen fahren.

Probleme mit Dieselkraftstoff bei Kälte

Wer sich ausschließlich in hiesigen Breiten aufhält und regelmäßig Dieselkraftstoff tankt, wird vermutlich nie Probleme mit dem Wagen bekommen, auch wenn die Temperaturen sinken. Bleibt der Kraftstoff über Monate im Tank oder geht es in kalte Regionen, wird es kritisch. Denn Sie sollten Folgendes wissen:

  • Dieselkraftstoff ist ein Gemisch aus verschiedenen Mineralölen, von denen einige bei niedrigen Temperaturen ausflocken können. Die Parafinkristalle verstopfen den Kraftstofffilter und auch die Kraftstoffleitungen. Das kann schon bei +5° C geschehen.
  • Außerdem kann Dieselkraftstoff Wasser anziehen, dieses gefriert bei Minustemperaturen. Auch das führt zu erheblichen Störungen, wenn Sie damit ein Auto betreiben wollen.
  • Damit die Probleme nicht auftauchen, wird in Deutschland von Oktober bis Mitte November an den Tankstellen nur Dieselkraftstoff mit Zusätzen angeboten, dieser Kraftstoff bleibt bis Temperaturen von -10° C nutzbar. Ab Mitte November bis März, oft sogar bis April wird Winterdiesel angeboten, der bis mindestens -20° C nutzbar bleibt, meistens verträgt er sogar -22° C. Diesen Dieselkraftstoff bekommen Sie in dieser Zeit auch in Österreich und der Schweiz.
  • In Skandinavien bekommen Sie sogenannten Polardiesel, der sogar bei Temperaturen von -40° C noch brauchbar ist.

Wie Sie an diesen Regeln sehen, kann es also Probleme geben, wenn Sie nur gelegentlich tanken, also im Winter noch Sommerdiesel im Tank haben, oder mit Ihrem Dieselfahrzeug nach Skandinavien aufbrechen.

Probleme mit Diesel bei niedrigen Temperaturen umgehen

  • Vergessen Sie den Ratschlag aus der guten alten Zeit, dass Sie dem Diesel vom Sommer nur etwas Benzin beimengen müssen; denn das durchmischt sich meistens nur ungenügend. Außerdem verkraften moderne Dieselmotoren oft kein Benzin im Dieselkraftstoff.
  • Wenn Sie wissen, dass Sie mit einer Tankfüllung bis in den Winter hinein fahren werden, sollten Sie Premiumdieselkraftstoffe tanken, denn diese halten Temperaturen bis zu -24° C aus. Alternativ tanken Sie nur so wenig Kraftstoff, dass Sie Ende Oktober noch mal ein wenig tanken und dann Mitte November wieder. Es ist kein Problem, mit Winterdiesel auch im Sommer zu fahren.
  • Sollte Anfang November der Tank noch so gut wie voll mit Sommerdiesel sein, sollen Sie den Dieselkraftstoff ablassen und Winterdiesel tanken.
  • Beachten Sie bei Reisen nach Skandinavien, dass Sie dort sofort Polardiesel tanken. Wenn Sie mit dem Auto selbst dort hinfahren, dürfte es kein Problem geben, da Sie bei der Fahrt genug Dieselkraftstoff verbrauchen und den Wagen dort ohnehin betanken müssen. Sollten Sie das Auto aber mit einer Fähre oder einem Zug dort hinbringen, ist es ratsam, zuvor Premiumdiesel zu tanken und den Tank nur zu einem Viertel zu befüllen. Dann können Sie sofort ausreichend Polardiesel tanken.

Wenn Sie das beachten, werden Sie auch bei niedrigen Temperaturen keine Probleme mit dem Dieselkraftstoff haben.

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