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Magritte - das sollten Schüler über den berühmten Künstler wissen

Magrittes „Traumbilder“ haben schon viele Künstler und Hobbykünstler inspiriert.
Magrittes „Traumbilder“ haben schon viele Künstler und Hobbykünstler inspiriert.
Was muss man eigentlich über einen der berühmtesten Künstler der Welt wissen? Interessant ist sicher sein ganzes Leben, aber gerade wenn das Wissen etwas länger im Gedächtnis bleiben soll, empfiehlt es sich, die wichtigsten Fakten zu einem herausragenden Künstler wie Magritte aufzunehmen.

Wenn Sie sich bei den bekanntesten Künstlern auf die prägnantesten Lebensdaten und den Stil beschränken, können Sie sich einen guten Grundstock an Kunstwissen aneignen, der dann später mit Freude erweitert werden kann.

Magrittes Entwicklung zum weltberühmten Künstler

  • René Magritte wurde 21. November 1898 geboren, in der Stadt Lessines, die in der Region Wallonien in Belgien liegt.
  • Seine späte Kindheit war nicht sehr schön. 1912 (als er 14 war) beging seine Mutter Selbstmord, die Gründe für diese Tat wurden nie erforscht. Auf jeden Fall wollte sein Vater nicht mehr in Châtelet bleiben, wo die Familie seit 1910 wohnte. Er zog mit René und seinen zwei Brüdern ins nahe gelegene Charleroi. Während Châtelet sich als ein von Natur umgebenes, romantisches, kleines Städtchen zeigte, war Charleroi eine reine Industriestadt, in der das Leben zur damaligen Zeit nicht sehr einfach war.
  • René versuchte, die unfreundliche Umgebung und den Verlust der Mutter zu vergessen, indem er sich in die Welt der Fantasieliteratur zurückzog: In der Zeit auf dem Gymnasium las er alle Geschichten von Edgar Allan Poe und Robert Louis Stevenson sowie weiteren einschlägigen Schriftstellern.
  • Noch auf der Oberschule erinnerte er sich auch an die Zeichenbegabung, die ihm schon in der Grundschule bescheinigt worden war. So entschloss er sich nach Beendigung der Schule für die Kunst und studierte 1916 bis 1918 in Brüssel an der Kunsthochschule. Als er sein Studium 1919 fertig hatte, heiratete er sein Modell Georgette Berger. Weil er von seiner Kunst die Familie noch nicht ernähren konnte, arbeitete er als Werbezeichner, er malte auch Plakate und Tapetenentwürfe in einer Fabrik.
  • Das ging noch einige Jahre so. 1923 konnte Magritte dann endlich sein erstes Bild verkaufen, 1926 bekam er von einer Brüssler Galerie einen dauerhaften Vertrag, mit dem er nun die täglichen Ausgaben bestreiten konnte. Es tat ihm augenscheinlich gut, dass er sich nun ganz auf die Kunst konzentrieren konnte. 1927 wurden seine Bilder das erste Mal in Brüssel in der Galerie “Le Centaure” ausgestellt. Nun wollte er in das Zentrum der damaligen Kunstwelt, nach Paris, wo er andere bedeutende Künstler kennenlernte.
  • In Paris wurde Magritte immer berühmter, er war auf bedeutenden Ausstellungen vertreten. Im Weltkrieg war nur wenig künstlerisches Schaffen möglich, erst in der Nachkriegszeit wurde Magritte wieder richtig aktiv. So konnte er 1956 den Guggenheim-Preis für seine Heimat Belgien gewinnen. Auch auf der 2. documenta in Kassel war er 1959 vertreten. Er war gerade dabei, einige seiner Gemälde zur Ausführung als bildhauerische Arbeit zu konzipieren, als er am 15. August 1967 überraschend verstarb. Er ist in Brüssel begraben, auf einem Friedhof im Ortsteil Schaarbeek.

Der Stil Magrittes

  • Er ist als Künstler noch heute sehr beliebt, und das liegt daran, dass seine Bilder etwas an sich haben, was Menschen zum Träumen bringt.
  • Angefangen hatte der belgische Maler mit einem eher impressionistischen Stil, wie es der Zeit entsprach.
  • Aber bereits im Kunststudium experimentierte er und suchte seinen Stil. Es gibt Arbeiten von ihm, die vor 1920 entstanden und die schon sehr futuristisch erscheinen; auch vom Kubismus hat Magritte sich in seiner Studienzeit beeinflussen lassen.
  • Als er (nach oben erwähntem Zwischenspiel als Gebrauchsmaler) 1923 endlich sein erstes Bild verkaufen konnte, beschloss er, die Gegenstände von nun an nur noch mit den Details zu malen, die ins Auge fallen. Die künstlerische Entwicklung, die dieser Entschluss einleitete, führte aber eher vom Realen weg: 1926 entstand mit dem Werk „Der verlorene Jockey“ ein Bild mit deutlichen surrealistischen Anklängen.
  • Und dieser surrealistische („überreale“) Stil war es auch, der Magritte Anerkennung und Ausstellungen brachte, und als er nach Paris ging, zog er mitten in die Hochburg der surrealistischen Kunst. Er war mit den Schöpfern des Surrealismus als Kunststil (André Breton und Paul Éluard) befreundet und entwickelte sich in der Zeit ab etwa 1930 zu einem der bekanntesten Künstler des Surrealismus.
  • Dabei entwickelte er einen außergewöhnlichen Stil, den sogenannten “magischen Realismus". Er hielt sich dabei immer wieder an die gleichen Alltagsgegenstände, die er meist in Erinnerung an Kindheitserlebnisse auswählte. Diese Gegenstände werden ganz realistisch gemalt, aber dann so absurd verfremdet, dass der Betrachter erstaunt und erschüttert ist.
  • Deshalb werden seine Bilder oft als Aufzeichnung von Träumen gedeutet, Magrittes Ziel war aber ganz im Gegenteil die Verdeutlichung der Wirklichkeit mit seinen eigenen Stilmitteln. Für ihn bestand die Aufgabe der surrealistischen Bilder darin, den menschlichen Erfahrungshorizont zu erweitern, indem er die Realität von ihrer unwirklichen Seite zeigte.

Magritte gehört nicht nur zu den Lieblingsmalern fast aller Menschen, die viel Fantasie haben, sondern er hat auch auf viele nachfolgende Künstler einen spürbaren Einfluss ausgeübt.

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