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Denotation und Konnotation - Unterschied verständlich erklärt

Inhaltsverzeichnis

Denotation und Konnotation finden Sie auch im Lexikon.
Denotation und Konnotation finden Sie auch im Lexikon. © Maclatz / Pixelio
Denotation und Konnotation sind Begriffe, denen Sie in der Sprachwissenschaft häufig begegnen werden. Dieser Artikel soll die Begriffe verständlich erklären und Ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufweisen.

In der Sprachwissenschaft sind Denotation und Konnotation wichtige Begriffe, die in einer engen, aber durchaus getrennten Beziehung zueinander stehen. Im Folgenden soll Herkunft und Bedeutung der Begriffe erklärt und anhand eines Beispiels erläutert werden.

Denotation - Herkunft und Bedeutung

  • Denotation stammt aus von dem lateinischen Wort "denotare" ab, was so viel wie "bezeichnen" bedeutet.
  • Es ist ein Begriff aus der Semantik, einem Thema der Sprachwissenschaft beziehungsweise Linguistik.
  • Denotation steht als Konzept der Konnotation gegenüber.
  • Es bezeichnet die wortwörtliche, neutrale und damit von jeder Bewertung oder Assoziation freie Bedeutung eines Wortes, Satzes oder Textes - sei er schriftlich oder mündlich gegeben.

Der konzeptuelle Gegensatz - die Konnotation

  • Auch der Begriff Konnotation ist lateinischen Ursprungs. Es setzt sich aus dem Wort "notatio", was Anmerkung oder Kennzeichnung bedeutet, und dem Präfix "con", welches als "zusammen mit" verstanden werden kann, zusammen.
  • Der Begriff wird in der Sprachwissenschaft als konzeptueller Gegensatz zur Denotation verwendet.
  • Er bezeichnet alle mit einem Wort verbundenen assoziativen Nebendeutungen, ob kulturellen oder subjektiven Ursprungs. Als Nebenbedeutung gilt jede Bedeutung oder Bedeutungsnuance, die von der neutralen Kernaussage des Wortes, Satzes oder Textes abweicht.
  • Diese Assoziationen umfassen auch emotionale oder situationsbedingte Beeinflussung des Wortverständnisses.

Ein Beispiel zur Erklärung der Konnotation

  • Wenn Sie einem Erwachsenen sagen, dass er manchmal wie ein Kind ist, dann treffen Konnotation und Denotation aufeinander.
  • Aus Sicht der Denotation betrachtet, ist ein Kind lediglich ein sehr junger Mensch, etwas salopp gesagt.
  • Doch mit der Aussage können verschiedene Konnotationen mitschwingen. Beispielsweise können Sie meinen, dass er oder sie sehr unschuldig oder unbefangen ist. Oder Sie wollen sagen, dass er sich kindisch benimmt.

Wenn das, was Sie sagen, und das, was Sie meinen, nicht übereinstimmen liegen immer Denotation und Konnotation vor.

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