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Keine Lust zum Aufräumen? - Anti-Chaos-Strategien

Inhaltsverzeichnis

Schluss mit dem Chaos!
Schluss mit dem Chaos!
Ein Griff - und die Sucherei geht los. Wer kennt das nicht. Doch wenn die Lust zum Aufräumen grundsätzlich fehlt und Ordnung machen als vergeudete Zeit empfunden wird, ist Chaos quasi vorprogrammiert. Wer dann langfristig komplett resigniert, wird mit Sicherheit immer mehr Zeit ins Suchen investieren müssen. Und das ist dann wirklich vergeudete Zeit. Was dagegen hilft, ist eine leicht umsetzbare Anti-Chaos-Strategie.

Wenn Ihnen das Durcheinander in Ihren vier Wänden über den Kopf wächst und Sie es wirklich satt haben, immer mehr Energie in das Suchen von Dingen zu stecken, wird’s Zeit zum gründlichen Aufräumen. Sie haben keine Lust dazu? Verständlich. Dennoch sollten Sie Ihren inneren Schweinehund endlich überwinden, denn Sie werden sich danach überraschend besser fühlen.

Nehmen Sie sich nicht zu viel vor

  • Wenn Sie Aufräumen hassen, hat es wenig Sinn, das Durcheinander der vergangenen Wochen und Monate im Hauruck-Verfahren an einem Tag ordnen zu wollen. Diese Aufgabe erscheint Ihnen nämlich als unüberwindbare Hürde und ist es vermutlich auch.
  • Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Das gilt auch für Ihre Aufräumaktion. Machen Sie kleine Schritte und nehmen Sie sich vor, jeden Tag - oder jeden zweiten - gerade mal eine Schublade oder nur einen Schrank aufzuräumen. Gehen Sie bei Ihrer Aktion systematisch vor. Von oben nach unten und von links nach rechts - oder umgekehrt. Und das Raum für Raum.

Finden Sie den richtigen Zeitpunkt zum Aufräumen

  • Das Frühjahr ist sicherlich eine gute Zeit für Neuerungen und damit zum Aufräumen und Ausmisten. Aber mal ehrlich - möchten Sie die ersten schönen Frühlingstage räumenderweise in Ihrer Bude verbringen? Eher nicht. Sehr gut geeignet für derlei Aktionen sind deshalb Jahreszeiten mit Schmuddelwetter.
  • Manche Chaos-Ecken sind schnell aufgeräumt, andere hingegen benötigen viel mehr Zeit und Geduld. Setzen Sie sich Ihr persönliches Limit, wie viel Zeit Sie pro Tag zum Ordnen und Ausmisten investieren möchten. Zeitintensive Projekte - wie zum Beispiel Ablage oder Kleiderschrank - verlegen Sie aufs Wochenende.

Ausmisten befreit von Ballast

  • Beim Aufräumen von Schubladen und Schränken werden Sie mit Sicherheit verloren geglaubte Schätze entdecken. Aber auch vieles, das Sie vergessen haben, weil Sie es einfach nicht mehr benötigen oder nie gebraucht haben. Natürlich können Sie diese Dinge gleich wieder einräumen und für die nächsten Monate und Jahre vergessen; sinnvoll ist das allerdings nicht wirklich.
  • Nehmen Sie sich ein Herz und trennen Sie sich von Überflüssigem. Sie mögen keine altbackenen Häkeldeckchen? Dann weg damit. Die gemusterten Handtücher waren ein Fehlkauf? Nicht mehr einräumen. Trennen Sie sich, aber handeln Sie nicht vorschnell. An manchem hängt vielleicht einfach nur Ihr Herz - egal wie überflüssig oder hässlich es ist.
  • Ausmisten muss auch nicht unbedingt Wegwerfen bedeuten. Was noch brauchbar ist, können Sie vielleicht verkaufen oder verschenken. In vielen Städten und Gemeinden finden sich außerdem karitative Einrichtungen oder Sozialkaufhäuser, die Ihre Sachspenden gerne entgegennehmen. Stellen Sie Kartons oder Tüten bereit und sortieren Sie aus, was nicht in den Müll soll und anderen vielleicht gefällt. Von manchem werden Sie sich so vielleicht sogar leichter trennen. Den Rest entsorgen Sie - und das ohne Reue und mit gutem Gewissen.

Ordnung halten ist gar nicht so schwierig

Es ist geschafft: Ihre Wohnung ist aufgeräumt und Sie haben wieder einen Überblick über Ihr Hab und Gut. Nun dürfen Sie erst einmal stolz auf sich sein, doch dann heißt es, diesen himmlischen Zustand zu halten. Leider sind gute Vorsätze schnell gebrochen und der alte Schlendrian schleicht sich schnell wieder ein. Bereits in wenigen Monaten könnte in Ihrer Wohnung wieder Durcheinander herrschen - es sei denn, Sie erleichtern sich das tägliche Aufräumen.

  • Ordnung ist das halbe Leben - so sagten schon unsere Väter. Aber mal ehrlich, möchten Sie die Hälfte Ihres Lebens tatsächlich mit Aufräumen verbringen? Sicherlich nicht und das müssen Sie auch nicht. Machen Sie es sich einfach zur Gewohnheit, alles nach Gebrauch sofort an seinen Platz zurückzuräumen. Damit dies flott von der Hand und quasi nebenbei geschieht, ist eine gewisse Anordnung innerhalb der Schränke und Schubladen sehr hilfreich und spart Zeit.
  • Gegenstände, die selten benutzt werden, platzieren Sie in Schränken und auf Regalen oben und/oder hinten; was täglich gebraucht wird, steht oder liegt in Reichweite.
  • Was beim Essbesteck funktioniert, das gilt auch für Schminkutensilien, Bastelzeug oder Krimskrams. Statten Sie in Ihren Zimmern einen Teil der Schubladen und Schränke mit Besteckkästen und kleinen Behältern aus. Gute Dienste leisten auch Zigarrenkisten, kleinen Kartons oder Vorratsdosen. Das erleichtert das Wegräumen, Ordnunghalten und Auffinden.
  • Mäßig ausgeleuchtete Schränke verleiten zum Chaos. Dort, wo der Blick nur schlecht hingelangt, entsteht schnell wieder Unordnung. Installieren Sie an der Zimmerdecke entsprechend ausgerichtete Strahler oder befestigen Sie batteriebetriebene LED-Leuchten im Schrankinneren.

Last but not least ist es Ihre persönliche Einstellung, die unnötiges Chaos verhindern kann. Ein kluger Mensch hat einmal sinngemäß gesagt: „Alles, was Sie in maximal zehn Minuten erledigen können, sollten Sie sofort tun.“ Dies könnte durchaus auch für das tägliche Aufräumen gelten.

helpster.de Autor:in
Irene Bott
Irene BottEssen & Trinken sind für die Hobbyköchin Irene ein Experimentierfeld. Beim Kochen und Backen probiert sie gerne Neues aus. Mit über fünf Jahrzehnten Lebenserfahrung kennt die Hausbesitzerin viele Tipps & Tricks für den Haushalt.
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