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Pappelholz – das sollten Sie wissen

Die runden Blätter der Espe zittern.
Die runden Blätter der Espe zittern. © Rainer Sturm / Pixelio
Pappelholz wächst schnell nach. Es ist leicht und vielfältig einsetzbar. Schon lange wird das Holz der Pappel genutzt. Es begegnet Ihnen in vielen Dingen, die Sie vielleicht täglich nutzen.

Wussten Sie, das die Pappel zur Familie der Weidengewächse zählt? Darüber, wie viele Pappelarten es eigentlich gibt, streiten sich die Experten bis heute. Die Zahl schwankt zwischen 22 bis zu 100. Bekannt sind die Silberpappel, Schwarzpappel sowie die Zitterpappel, welche auch Espe genannt wird. Weitere Arten können Sie in Deutschland entdecken.

Pappeln sind schnellwachsende Bäume

  • Pappeln sind meist schlanke Bäume, die sich durch ein sehr schnelles Wachstum auszeichnen. Sie werden gerne dort gepflanzt, wo schnell hohe Bäume gewünscht sind. 
  • Wundern Sie sich nicht, wenn Sie an ein und demselben Baum verschiedene Blätter finden. Die Blätter, die in den Winterknospen vorgebildet sind, haben eine andere Form, als die später wachsenden.
  • Wenn Sie eine Pappel suchen, gehen Sie an einen Flusslauf. Die Schwarzpappel verträgt zum Beispiel auch eine Überflutung. Pappeln sind ein Bestandteil der Auwälder. Espen (Zitter-Pappeln) können aber auch als Pionierbaum neben Birken und Weiden Brachflächen und Kahlschläge besiedeln.
  • Sicher kennen Sie die Redensart, das etwas „zittert wie Espenlaub“. Blätter der Espe zittern tatsächlich, da ihr Blattstiel seitlich abgeplattet ist. Somit bewegen sich die Blätter bei dem geringsten Lufthauch hin und her.

Pappelholz ist unser weichstes einheimischen Holz

  • Das helle Pappelholz ist leicht faserig mit nur einem geringen Brennwert. Es wird gerne zur Herstellung von Streichhölzern verwendet.
  • Pappelholz hat einen hohen Zellulosegehalt und enthält keine ätherischen Öle wie das der Nadelhölzer. Daher wird es oft als Holzwolle für Verpackungszwecke genutzt. Späne von Pappelholz können Sie auch gut als Einstreu in der Kleintierhaltung verwenden.
  • Wenn Sie vor dem Original der Mona Lisa stehen, stehen Sie vor bemaltem Pappelholz. Dieses verzieht sich nicht und war daher in Italien schon früher für Gemälde beliebt. Heute wird diese Eigenschaft bei der Herstellung von Reißbrettern genutzt.
  • Kaufen Sie gerne Camembert? Dann haben Sie diesen sicher schon einmal in einer kleinen Holzschachtel gekauft. Dies ist oft Pappelholz, denn es wird fein gespalten für Lebensmittelverpackungen verwendet.
  • Da die Pappel sehr schnell wächst, wird sie zur Gewinnung von Nutzholz intensiv in großen Plantagen angebaut. Aus dem Pappelholz werden dann Holzpellets für die Energiegewinnung hergestellt oder auch Spanplatten. 
  • Wenn Sie sich für den alten Brauch des Räucherns interessieren, können Sie einmal mit Pappel räuchern. Es heißt, der Rauch hat eine entspannende, sensibilisierende Wirkung und fördert hellseherische Fähigkeiten. 
  • Die Kelten verbrannten Pappelholz zum Samhainfest (Halloween) Ende Oktober. Sie sagten der Pappel eine Beziehung zu Tod und Unterwelt nach. Die Espe galt als Unglücksbaum. Gleichzeitig soll der Baum aber auch dazu auffordern, Furcht vor Unbekanntem und Neuem zu überwinden.
  • Holzasche von Pappel enthält viel Kalium und wird gerne im Garten als Dünger für Gemüse ausgestreut. 
  • Und noch etwas ist für Sie vielleicht interessant: Es heißt, die Espe zittert vor Kummer darüber, dass sie ihr Pappelholz für das Kreuz Christi geliefert haben soll. Besonders abergläubische Menschen hören aus dem Flüstern der Pappelblätter nur Schlechtes heraus.
  • Dabei wird das Holz auch für Dinge verwendet, die unserem Freizeitvergnügen dienen. Die elastischen Snowboards enthalten oft einen Pappelholzkern. Und der Korpus von Musikinstrumenten kann gut aus Pappelholz gebaut werden. 
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