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Zitronenbaum hat klebrige Blätter - Ursachen und Gegenmaßnahmen

Inhaltsverzeichnis

Erste Anzeichen für einen Schädlingsbefall am Zitronenbaum sind oft klebrige Blätter..
Erste Anzeichen für einen Schädlingsbefall am Zitronenbaum sind oft klebrige Blätter..
Finden Sie an Ihrem Zitronenbaum klebrige Blätter vor, deutet das auf einen Schädlingsbefall hin. Nun sollten Sie schnell handeln, um eine Ausbreitung auf andere Pflanzen zu verhindern. Das muss aber nicht sein, denn mit der richtigen Pflege können Sie dem sehr gut entgegenwirken.

Was Sie benötigen

  • Gelbtafeln,
  • 1 l Wasser
  • 15 g Schmierseife oder Spülmittel,
  • 10 ml Brennspiritus,
  • 12 g Paraffinöl,
  • systemisches Insektizid

Einige Schädlinge verursachen klebrige Blätter

Schädlinge, die am Zitronenbäumchen klebrige Blätter hervorrufen, sind Schildläuse, Woll- und Schmierläuse und Blattläuse. Spinnmilben hinterlassen keinen klebrigen Film.

  • Hauptursache für einen Schädlingsbefall sind Pflegefehler, wie zu helle oder zu dunkle Standorte mit ungünstigen Temperaturverhältnissen und zu niedriger Luftfeuchtigkeit. Auslöser kann auch ein Mangel oder Überschuss an Nährstoffen oder eine falsche Bewässerung sein.
  • Am häufigsten finden Sie klebrige Blätter im Winter vor und an bereits geschwächten Pflanzen auf. Stellen Sie einen Befall fest, ist es wichtig, befallene Pflanzen von gesunden zu trennen.

So bekämpfen Sie einen leichten Schädlingsbefall

Einen Blattlausbefall erkennen Sie an kleinen braunen, schwarzen oder grünen Tierchen an der Pflanze, sowie klebrigem Honigtau.

  • Blattläuse lassen sich gut mit einem starken Wasserstrahl oder einem Föhn entfernen. Stellen Sie die Pflanze hierzu in die Badewanne und spritzen sie ab. Anschließend föhnen Sie die Pflanze trocken.
  • Schildläuse erkennen Sie an kleinen braunen Pünktchen am Zitronenbaum. Weiße watteähnliche Gespinste, die die Schädlinge umgeben, deuten auf Wollläuse hin.
  • Schildläuse sollten Sie nicht ablesen, da sich meist Jungtiere unter den Muttertieren verbergen. Sie bleiben dann auf der Pflanze zurück und breiten sich aus.
  • Durch Betupfen mit einem in hochprozentigen Alkohol getränkten Wattestäbchen können Sie beide Schädlingsarten abtöten. Streichen Sie damit über die Schädlinge.

Sehr effektiv bei der Schädlingsbekämpfung sind Nützlinge. Im Kampf gegen Blatt-, Woll- und Schildläuse können beispielsweise Florfliegenlarven, Schlupfwespen oder Gallmücken eingesetzt werden. Sehr wirksam gegen unterschiedliche Schädlinge sind auch Neembaumöl-Extrakte. Diese werden aus der gleichnamigen Pflanze gewonnen und sind in zahlreichen Produkten wie Dünger oder Insektiziden enthalten.

Spritzlösungen gegen Ungeziefer an Zitruspflanzen

  • Mischen Sie Wasser mit Schmierseife und Brennspiritus und streichen damit die betroffenen Pflanzen ein. Nach 1-2 Wochen müssen Sie das Ganze wiederholen. Diese Lösung wirkt vor allem gegen Woll- und Schildläuse und sollte nach etwa zwei Wochen wiederholt werden.
  • Oder stellen Sie eine Spritzlösung aus Paraffinöl, etwas Schmierseife oder Spülmittel und Wasser her. Die Seife dient dabei als Emulgator, sodass sich Öl und Wasser miteinander verbinden. Spritzen Sie den Zitronenbaum damit ein. Danach lassen sich die Wachspanzer der Schildläuse besser von der Pflanze lösen.

Stellt sich dann kein Erfolg ein, müssen stärkere Mittel verwendet werden. Brennspiritus und Paraffinöl bekommen Sie übrigens in Apotheken.

Was Sie bei einem stärkeren Befall tun können

Ist der Befall bereits fortgeschritten und die komplette Pflanze befallen, ist eine Bekämpfung mit Insektiziden meist unumgänglich. Vorausgesetzt, Sie möchten den Zitronenbaum unbedingt retten. Dann sollten Sie am besten systemisch wirkende Mittel verwenden.

  • Systemisch wirkende Mittel werden über die Wurzeln aufgenommen und verteilen sich über die Pflanzensäfte in der kompletten Pflanze. So können sie auch dort wirken, wo andere Mittel wie Kontaktgifte nicht hinkommen.
  • Gegen Schild-, Blatt- und Wollläuse soll beispielsweise eine Kombination aus einem schwach dosierten systemisch wirkenden Mittel und Neem besonders wirkungsvoll sein.
  • Am besten lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Es gibt auch Insektizide, die weniger Giftstoffe enthalten wie beispielsweise Neemöl oder insektizide Seife. Wenn Sie derartige Pflanzenschutzmittel sachgemäß anwenden, entstehen keine Schäden an den Pflanzen.

Beim Einsprühen mit diesen Mitteln sollten Sie unbedingt auf einen ausreichenden Mindestabstand achten. Das austretende Spray ist sehr kalt und kann bei falscher Anwendung Schäden an der Pflanze hervorrufen. Am besten ist es immer, auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Manchmal ist es sicher besser, Pflanzen, die offensichtlich nicht mehr zu retten sind, zu entsorgen.

Vorbeugung ist der beste Pflanzenschutz

Der beste Schutz vor klebrigen Blättern und somit einem Schädlingsbefall, sind gesunde Pflanzen. Das setzt eine optimale Pflege des Zitronenbäumchens voraus.

  • Dazu gehören vor allem ein saures Substrat, ein heller Standort und mäßiges Gießen. Gießen Sie möglichst nur mit kalkfreiem Wasser.
  • Düngen Sie am besten mit mineralischem Dünger, dieser ist sofort für die Pflanze verfügbar. Organische Dünger wie Horn- oder Knochenmehl benötigen eine gleichbleibende Bodentemperatur von 20 Grad und müssen stetig neu zugeführt werden.
  • Während der Überwinterung sollten die Temperaturen nicht über 15 Grad steigen. Besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit handwarmem Wasser, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Achten Sie bereits beim Kauf auf gesunde Pflanzen. Deren Blätter sollten weder gelblich sein, noch Flecken aufweisen. Am besten stellen Sie neu gekaufte Pflanzen für etwa einen Monat an einen separaten Platz. Sollte ein Schädlingsbefall vorliegen, können Sie so eine Ausbreitung vermeiden.

Leider ist auch der Zitronenbaum nicht vor einem Schädlingsbefall gefeit. Während sich klebrige Blätter leicht abwaschen lassen, erfordert die Bekämpfung des jeweiligen Schädlings schon etwas mehr Aufwand. Wenn Sie sich das Ganze ersparen möchten, sollten Sie auf optimale Standortbedingungen und Pflege achten, sodass es gar nicht erst zu einem Schädlingsbefall kommt..

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