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Brustverkleinerung von der Krankenkasse finanzieren lassen - das sollten Sie dabei beachten

Inhaltsverzeichnis

Stimmt die Krankenkasse einer Brustverkleinerungs-OP zu, bleiben Ihnen bittere Pillen der Selbstfinanzierung erspart.
Stimmt die Krankenkasse einer Brustverkleinerungs-OP zu, bleiben Ihnen bittere Pillen der Selbstfinanzierung erspart.
Wer sich entschlossen hat, sich einer Brustverkleinerung zu unterziehen, stößt bei der Finanzierung dieses Eingriffs oft an seine finanzielle Grenze. Krankenkassen lehnen die Kostenübernahme meistens ab. Gerichte sind unterschiedlicher Ansicht. Es gibt Urteile, die die Zahlung der Krankenkasse bei einer Brustverkleinerung ablehnen und solche, die bei einer OP zum Zwecke der Brustverkleinerung die Krankenkassen in die Pflicht nehmen.

Was Sie benötigen

  • einen medizinisch notwendigen Grund
  • einen oder mehrere gute Ärzte
  • eine gute Freundin oder Bekannte
  • einen langen Atem und viel Geduld
  • etwas Glück

Am besten sprechen Sie mit einem Arzt Ihres Vertrauens über die Möglichkeiten einer Brustverkleinerung. Lassen Sie sich dann Spezialisten nennen und erkundigen Sie sich nach den Kosten für eine Brustverkleinerung.

 Vor einer Brustverkleinerung gilt es Voraussetzungen zu prüfen

  • Prüfen Sie bei Ihrer Krankenkasse vorab, wie diese zu einer Brustverkleinerung steht.
  • Wenn in den Bestimmungen der Krankenkasse Kostenbeteiligungen vorgesehen sind, notieren Sie sich bitte die Voraussetzungen hierfür. 
  • Ganz wichtig: Die Krankenkasse sollte von Ihnen als Versicherte vor einem ordentlichen Antrag zur Kostenübernahme nichts von Ihren Absichten bezüglich einer Brustverkleinerung ahnen. Am besten lassen Sie deshalb eine dort nicht versicherte Freundin oder Bekannte diese Auskünfte einholen.

 Der Krankenkasse kommt es auf die Formulierung an

  • Es kommt bei dem Antrag auf die genaue Formulierung der Notwendigkeit einer Brustverkleinerung an. Auf gar keinen Fall darf bei den Krankenkassen der Eindruck erweckt werden, der Eingriff diene dem Aussehen der Versicherten. Solche kosmetischen Eingriffe lehnt eine Krankenkasse ganz einfach ab.
  • Auch psychologische Hintergründe geben Sie besser nicht an, diese werden nur ganz selten als Grund für eine Brustverkleinerung akzeptiert.
  • Auf jeden Fall sollte der Arzt die medizinische Notwendigkeit hervorheben. Dies sollte auch genauso im Antrag an die Krankenkasse stehen. Am besten lassen Sie sich mindestens ein halbes Jahr von einem Orthopäden wegen Rückenbeschwerden behandeln. Stellt Ihnen dieser ein Attest über die medizinische Notwendigkeit einer Brustverkleinerung zur Besserung des Rückenproblems aus, könnte eine Finanzierung über Ihre Krankenkasse gelingen.  Sehr gut wäre es, wenn Sie sich dann von einem weiteren Facharzt eine Befürwortung der OP beschaffen würden. 

Brustverkleinerungen sind die medizinischen Stiefkinder der Krankenkassen

  • Viele Ärzte meinen es gut und wollen Ihren Patienten helfen, indem sie psychologische Probleme als weiteren Grund mit hinzufügen. Sprechen Sie bitte unbedingt mit dem Mediziner, dass er dieses auf keinem Fall mit aufführt.
  • Nur eine medizinische Notwendigkeit, die nichts mit der Psyche oder der Kosmetik zu tun hat, erhält bei den Krankenkassen eine kleine Aussicht, befürwortet zu werden.
  • Fügen Sie dem Antrag unbedingt Kostenvoranschläge verschiedener Kliniken zur Brustverkleinerung bei.

Die Aussichten eine Brustverkleinerung durch seine Krankenkasse finanziert zu bekommen, sind in Deutschland immer noch sehr gering. Mit den aufgeführten Maßnahmen könnte es mit ein bisschen Glück klappen.

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